Nach Trump-Sieg errichtet Mexiko Grenzmauer zu den USA

Mexiko-Stadt (dpo) – Sobald gestern klar war, dass Donald Trump tatsächlich in das Weiße Haus einziehen würde, begann Mexiko damit, eine gigantische Mauer entlang seiner Grenze zu den USA zu errichten. Die Länge der Grenzmauer wird voraussichtlich fast 3.220 km betragen. Das ehrgeizig betitelte Bauprojekt „una pared para proteger contra Donald Trump“ („eine Mauer, um vor Donald Trump zu schützen“), ist gedacht, um das Land vor der zeitnah zu erwartenden Flüchtlingswelle aus den Vereinigten Staaten zu schützen.

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Neue Verfassung von Mexiko City könnte ein Grundeinkommen beinhalten

Eine verfassungsgebende Versammlung von Mexiko-Stadt entwickelt derzeit die erste Verfassung der Stadt. Ein Vorschlag für die Verfassung, derzeit noch als Überlegung, enthält einen Artikel mit dem Recht auf ein Grundeinkommen, um ein würdiges Leben zu sichern.

Am 15. September lieferte der Regierungschef von Mexiko-Stadt Miguel Angel Mancera einen Vorschlag für die Verfassung der Stadt, woraufhin eine konstituierende Versammlung gebildet wurde, um diese zu analysieren, zu diskutieren, eventuell zu ändern und schließlich die neue Verfassung abzustimmen und zu genehmigen.

Manceras Vorschlag lehnt sich dabei an die Charta für das „Recht auf Stadt“, welche durch eine Koalition von Organisationen im Jahr 2007 zusammen mit der städtischen Volksbewegung entwickelt wurde. Die „Recht auf Stadt“ Charta enthält eine Forderung auf das Recht auf ein ausreichendes Einkommen, um ein Leben in Würde zu garantieren. Darüber hinaus enthält sie einen weiterer Artikel, der „produktive Stadt“-Staaten gewährleisten soll. Um produktive Beschäftigungsmöglichkeiten in der Stadt zu demokratisieren, sei es notwendig, die Schaffung eines universellen Bürgereinkommen zu fördern.

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16. ilb – Internationales Literaturfestival

Berlin 07. – 17.09.2016

Literarische Vielfalt in Zeiten der Globalisierung erleben: Auf dem ilb ist es möglich. Arabische Lyriker treffen amerikanische Shortstory-Schreiber, polnische Poeten ihre isländischen Kollegen, südafrikanische Romanciers den kroatischen Nachwuchs. Neuentdeckungen stehen gleichberechtigt neben Größen der Weltliteratur. Fremdes scheint auf, Verwandtes wird sichtbar, wenn in elf Tagen rund 190 Autoren einen Einblick in neue und tradierte Entwicklungen der aktuellen Weltliteratur geben. Prosa, Lyrik, Gespräche mit Autoren und politische Diskussionen, Literatur für junge Leser, Literaturverfilmungen – das ilb ist ein lebendiges, polyglottes Forum von und für Literaturenthusiasten.

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Costa Rica: 96,36% der gesamten Stromerzeugung durch erneuerbare Energien

Das zentralamerikanische Land Costa Rica setzt seit geraumer Zeit auf Ökotourismus und will in der nahen Zukunft der weltweit erste CO2-neutrale Staat werden. Am Montag (25.) gab die nationale Regierung in San José bekannt, dass die „Schweiz Zentralamerikas“ in der ersten Hälfte des laufenden Jahres 96,36% der gesamten Stromerzeugung im Land durch erneuerbare Energien abgedeckt hat.

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Zum Tod von Maria Bamberg

Am 4. Juni 2016 ist die Übersetzerin und Autorin Maria Bamberg im Alter von 100 Jahren in Berlin verstorben – in derselben Stadt, in der sie am 10. Dezember 1915 als Maria Brunswig geboren wurde.
Wer das Glück hatte, Maria Bamberg kennenzulernen, der begegnete einer warmherzigen, sympathischen und zugleich starken, selbstbewussten Frau. Diese Wesenszüge dürften in hohem Maße auch von ihrer Lebensgeschichte geprägt worden sein. Bereits im Alter von sieben Jahren folgte sie mit ihrer Mutter und ihren zwei jüngeren Zwillingsschwestern dem Vater nach Argentinien, in den Süden Patagoniens, wo dieser, um der Arbeitslosigkeit in Deutschland zu entgehen, die Verwaltung einer großen Schaffarm übernommen hatte. Nicht nur in dem im Wortsinn rauen Klima galt es sich zu behaupten, sondern auch hinsichtlich des familiären Zusammenlebens in einer abgelegenen und einsamen Gegend.

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Kulturjahr Deutschland – Mexiko: Kultur verbindet Kontinente

Am Montag (11.) ist die Ausstellung „Die Maya – Sprache der Schönheit“ im Martin-Gropius-Bau anlässlich des Besuches des mexikanischen Präsidenten Enrique Peña Nieto eröffnet worden. Sie bildet den glanzvollen Auftakt für das heute offiziell beginnende Mexikojahr in Deutschland. Nach einem gemeinsamen Rundgang durch die Ausstellung mit Bundespräsident Joachim Gauck und dem mexikanischen Präsidenten Enrique Peña Nieto sagte die Staatsministerin für Kultur und Medien, Monika Grütters: „Diese faszinierende Ausstellung mit kostbarsten Kulturgütern veranschaulicht eindrücklich, dass die Kultur auch über Kontinente hinweg ein unzertrennliches Band zwischen unseren Völkern ist. Bis heute sind die großartigen schöpferischen Leistungen der Maya, eine der bedeutendsten Hochkulturen der Weltgeschichte, für uns eine Quelle der Inspiration und Neugier. Gemeinsam wollen wir dieses Freundschaftsjahr dazu nutzen, die engen deutsch-mexikanischen Kulturbeziehungen noch weiter zu vertiefen und den Austausch zwischen Künstlern, Kreativen und Kulturschaffenden zu verstärken.“

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Nicaragua: Kein Kanal durch den Regenwald – Unterschriftenaktion

Während Nicaraguas Präsident den Aufbruch des Landes in ein neues Zeitalter feiert, protestieren die Einwohner des zentralamerikanischen Landes zu Tausenden. Nein zum Kanal, fordern sie. 280 Kilometer lang, bis zu 520 Meter breit und fast 30 Meter tief – viel größer als der Panamakanal soll die neue Wasserstraße zwischen Pazifik und Karibischem Meer werden. Gewaltige Schleusen, zwei Häfen, eine Freihandelszone und eine Ölpipeline gehören außerdem dazu.

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Nicaragua: Tausende protestieren gegen den Bau des Nicaragua-Kanal

Tausende Nicaraguaner haben am Samstag (13.) gegen den bereits im Bau befindlichen Nicaragua-Kanal protestiert. Das 50 Milliarden US-Dollar teure und größte Bauprojekt in Lateinamerika wird unter Federführung der chinesischen Betreibergesellschaft HKND (HK Nicaragua Canal Development Investment Corporation Limited) vorangetrieben. Die 278 Kilometer lange Verbindung zwischen dem Pazifischen Ozean und der Karibik soll bis 2019 fertigstellt sein. Gegen den Kanal protestieren vor allem Bauern, die durch das Bauprojekt ihre Ländereien verlieren und Umweltschützer, Menschenrechtler und Oppositionspolitiker. Die Landwirte beschuldigen Präsident Daniel Ortega, Nicaragua an die Chinesen zu verkaufen, Umweltschützer befürchten irreperable Schäden für die Umwelt.

Die Region Lateinamerika wird des öfteren als Pulverfass bezeichnet und macht ihren Namen alle Ehre. Seit Monaten finden regelmäßig Proteste gegen die Regierungen von Mexiko, Brasilien, Argentinien, Chile, Peru, Guatemala, Venezuela, Haiti und Ecuador statt. Die Bevölkerung ist mit den Entscheidungen ihrer Staatsoberhäupter immer öfter nicht einverstanden und bringt dies lautstark zum Ausdruck.

Quelle: latina press

Erinnerung an Gabo

Als am 17. April 2014 Gabriel García Márquez (Gabo) in Mexiko verstarb, kamen viele Freunde und andere Persönlichkeiten in diversen Medien mit einem Nachruf zu Wort. Auf eine der vielleicht schönsten Erinnerungen kann aber Michi Strausfeld zurückblicken, die Gabo bereits 1970 in Barcelona das erste Mal traf. Nach nur drei Jahren der Erstveröffentlichung seines Romans im Jahre 1967 Hundert Jahre Einsamkeit (span. Cien años de soledad) konnte sie auf Grund einer verrückten Idee für ihre Doktorarbeit mit Gabo Kontakt aufnehmen und diesen über Jahre hinweg pflegen. Dabei wurde deutlich, wie sehr ihm die Politik am Herzen lag und wie er der Information aus der Presse und dem Journalismus allgemein Bedeutung zumaß. Trotz seines Interesses für Politik, ließ er sich nicht darauf ein, öffentlich in Deutschland aufzutreten, da er einmal eine schlechte Erfahrung damit gemacht hatte. Strausfeld beschreibt diese immer wiederkehrenden Begegnungen mit Gabo in einer sehr angenehm zu lesenden Form, ohne aber auf einige Seitenhiebe hinsichtlich der Politik der USA und andere zu der Zeit herausragenden Ereignisse zu verzichten. Ein sehr lesenswerter Nachruf.

Quelle: Hundertvierzehn