Zum Tod von Maria Bamberg

Am 4. Juni 2016 ist die Übersetzerin und Autorin Maria Bamberg im Alter von 100 Jahren in Berlin verstorben – in derselben Stadt, in der sie am 10. Dezember 1915 als Maria Brunswig geboren wurde.
Wer das Glück hatte, Maria Bamberg kennenzulernen, der begegnete einer warmherzigen, sympathischen und zugleich starken, selbstbewussten Frau. Diese Wesenszüge dürften in hohem Maße auch von ihrer Lebensgeschichte geprägt worden sein. Bereits im Alter von sieben Jahren folgte sie mit ihrer Mutter und ihren zwei jüngeren Zwillingsschwestern dem Vater nach Argentinien, in den Süden Patagoniens, wo dieser, um der Arbeitslosigkeit in Deutschland zu entgehen, die Verwaltung einer großen Schaffarm übernommen hatte. Nicht nur in dem im Wortsinn rauen Klima galt es sich zu behaupten, sondern auch hinsichtlich des familiären Zusammenlebens in einer abgelegenen und einsamen Gegend.

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Erinnerung an Gabo

Als am 17. April 2014 Gabriel García Márquez (Gabo) in Mexiko verstarb, kamen viele Freunde und andere Persönlichkeiten in diversen Medien mit einem Nachruf zu Wort. Auf eine der vielleicht schönsten Erinnerungen kann aber Michi Strausfeld zurückblicken, die Gabo bereits 1970 in Barcelona das erste Mal traf. Nach nur drei Jahren der Erstveröffentlichung seines Romans im Jahre 1967 Hundert Jahre Einsamkeit (span. Cien años de soledad) konnte sie auf Grund einer verrückten Idee für ihre Doktorarbeit mit Gabo Kontakt aufnehmen und diesen über Jahre hinweg pflegen. Dabei wurde deutlich, wie sehr ihm die Politik am Herzen lag und wie er der Information aus der Presse und dem Journalismus allgemein Bedeutung zumaß. Trotz seines Interesses für Politik, ließ er sich nicht darauf ein, öffentlich in Deutschland aufzutreten, da er einmal eine schlechte Erfahrung damit gemacht hatte. Strausfeld beschreibt diese immer wiederkehrenden Begegnungen mit Gabo in einer sehr angenehm zu lesenden Form, ohne aber auf einige Seitenhiebe hinsichtlich der Politik der USA und andere zu der Zeit herausragenden Ereignisse zu verzichten. Ein sehr lesenswerter Nachruf.

Quelle: Hundertvierzehn

Crypto wars 2.0

Der Kampf um die Offenheit des Internets ist zugleich ein Kampf um den Schutz der Privatsphäre.

Walter van Rossum, freier Journalist, arbeitet als Hörspiel-, Feature- und Essayautor für verschiedene Rundfunkanstalten, unter anderem für den Deutschlandfunk, und lebt in der Nähe von Köln.

Im Deutschlandfunk hat er am 02. Januar 2015 ein umfangreiches Dossier über Crypto wars oder Die Freiheit im Netz veröffentlicht. Das Manuskript gibt es hier zum herunterladen.

Quelle: Deutschlandradio

Wir indigenen Völker sprechen keine Dialekte oder Sprachformen. Wir sprechen Sprachen

In der vergangenen Woche veröffentlichte die Tageszeitung El Comercio de Perú einen Artikel unter dem Namen: „Das Quechua stirbt vor Scham in Perú“, in welchem sie, die Nachrichtenagentur EFE zitierend, darauf hinweist, dass wir, die Sprecherinnen und Sprecher des Quechuas dieses Landes, unsere Sprache aus Scham vernachlässigen. Gleichzeitig weist die Tageszeitung darauf hin, das die Sprache Quechua, in der Geschichte von der Katholischen Kirche für die Evangelisierung gefördert, allmählich in Perú aufgrund des Aufstands des Túpac Amaru ab dem 18. Jahrhundert verboten wurde.

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Kanalprojekt spaltet ein Land

Kurz vor Weihnachten soll in Nicaragua der Startschuss für ein Projekt gegeben werden, mit dem gleichermaßen Hoffnung und Sorge verbunden sind.

Am 22. Dezember sollen die Bauarbeiten für den Nicaragua-Kanal beginnen. Aufgrund unzureichender Information sind viele Bürger verunsichert und wenden sich mit ihren Sorgen auch an die Kirche im Land. Dies gilt besonders für die drei Diözesen, durch deren Territorien der Kanal gebaut wird. Vor allem Umweltschützer gehen gegen das Projekt auf die Barrikaden.

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Wirtschaftsminister Gabriel: “Programmiersprachen gehören zu den Sprachen des 21. Jahrhunderts”

Wirtschaftsminister Gabriel ließ in einem Gespräch mit der Rheinischen Post verlauten, er sähe die Möglichkeit, “Programmiersprachen als zweite Fremdsprache in Schulen anzubieten”. Damit soll das Hinterherhinken Deutschlands in der Digitalisierung aufgeholt werden. Auf selbiges Ziel hatte Gabriel auch schon in seiner Rede auf dem Parteikonvent der SPD hingewiesen:

„Technische und digitale Kompetenzen gehören ganz oben auf den Lehrplan. Vernetzte Bildungsangebote, Programmiersprache als Schulfach – alle diese Aspekte gilt es zu diskutieren.“

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Mexiko prüft Bau einer terrestrischen Alternative zum Panama-Kanal

Die mexikanischen Behörden prüfen den Plan zum Bau eines Transportkorridors, der den Pazifik mit dem Golf von Mexiko verbinden soll. Der Korridor würde die Häfen von Salina Cruz und Coatzacoalcos verbinden. Salina Cruz ist das Industriezentrum und die wichtigste Hafenstadt an der Pazifikseite des Isthmus von Tehuantepec im mexikanischen Bundesstaat Oaxaca, die Hafenstadt Coatzacoalcos liegt im Norden des Isthmus an der Mündung des Río Coatzacoalcos in den Golf von Mexiko.

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Pilotprojekt „Mein Grundeinkommen“

Was würde passieren, wenn es plötzlich ein Grundeinkommen gäbe?

Probieren wir es aus!

www.Mein-Grundeinkommen.de wird eine Community, auf der alle Menschen sagen können, was sie tun würden, wenn für ihr Einkommen gesorgt wäre.

Unter allen Usern der Community wird ein echtes Grundeinkommen von monatlich 1.000 € für ein Jahr ausgelost. Dafür sammeln wir!

Worum geht es in diesem Projekt?

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Tesla gibt seine Patente frei

Elektroauto-Hersteller will Technologie fördern

Der Elektroauto-Spezialist Tesla lässt alle Wettbewerber seine Technologien kostenlos nutzen. Damit solle die Verbreitung stromgetriebener Fahrzeuge beschleunigt werden, schrieb Tesla-Gründer Elon Musk in einem Blogeintrag.

Keine Klagen gegen Patentnutzer

Tesla werde keine Klagen gegen Unternehmen anstrengen, die patentierte Technik der kalifornischen Firma nutzen wollen. „Wir fühlten uns gezwungen, Patente zu beantragen, weil wir Sorge hatten, die großen Autokonzerne würden unsere Technologie kopieren und dann ihre Macht bei Produktion, Verkauf und Marketing nutzen, um Tesla zu besiegen“, schrieb Musk.

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Russland will sich am Bau des Nicaragua-Kanals beteiligen

Mit Hilfe der Volksrepublik China will das zentralamerikanische Land Nicaragua einen Kanal zwischen Atlantik und Pazifik bauen und damit dem Panama-Kanal Konkurrenz machen. Laut Parlamentspräsident Rene Núñez soll der Bau der rund 200 Kilometer langen Wasserstraße 40 Milliarden US-Dollar kosten (inclusive Eisenbahnlinie, zwei Flughäfen sowie eine Ölpipeline) und Tausenden Menschen der veramten zentralamerikanischen Nation Arbeitsplätze bieten.

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