Technologische Revolution mit 5G in Uruguay

Bildquelle: Antel

Eine Welt intelligenter und vernetzter Städte, Autos ohne Fahrer, die miteinander kommunizieren, um Unfälle zu vermeiden, Kleidung mit biologischen Sensoren, Roboter, die Operationen durchführen, sind Visionen einer Zukunft, die direkt vor uns liegt. Um sie Wirklichkeit werden zu lassen, bedarf es einer besseren und schnelleren Internetverbindung: der fünften Generation der mobilen Verbindung. Diese 5G-Revolution ist bereits im Gange und schließt Uruguay mit ein, nachdem die staatliche Telefongesellschaft Antel diese Woche das erste 5G-Netz mit kommerziellem Service in Lateinamerika vorgestellt hatte. Der Aufbau dieses Netzwerkes begann im Departement Maldonado, im Gebiet von Barra de Maldonado, wo die ersten 5G-Funkbasen bereits in Betrieb genommen wurde. Diese werden schrittweise auf das gesamte Land ausgedehnt.

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Welcome to Borderland – Die US-mexikanische Grenze

Die berühmteste Grenze der Welt seit der Berliner Mauer. 1950 Meilen vom Pazifik bis zum Golf von Mexiko. Donald Trump will hier eine Mauer bauen. Dabei sind in dieser Grenzregion die Menschen schon immer und überall in beiden Richtungen unterwegs gewesen. Ehe es Übergänge wie die von Tijuana oder Lukeville gab, wo keine Maus mehr ohne gültigen Pass von ­Süden nach Norden kommt, oder in Ciudad Juárez, wo es lebensgefährlich ist, war die Grenze ein Strich im Sand. Er zog sich durch spektakuläre Landschaften, die einst zu Mexiko gehörten, wo Indianer lebten und wo heute jene gefährlichen Routen verlaufen, über die Menschen ohne Pass in die USA zu kommen versuchen. Jeanette Erazo Heufelders Bericht aus »Borderland« erscheint zur rechten Zeit und beschreibt die mythenumwobene Vergangenheit und die von Gewalt, Drogenmafias und friedlichem Miteinander geprägte Gegenwart.

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Auch für Julian Assange gilt die Pressefreiheit

In einem Kommentar auf netzpolitik.org greift Markus Reuter die heutige Meldung über die Festnahme von Julian Assange auf. Laut Reuter kann man Assange viel vorwerfen, ihn für einen rücksichtslosen Egomanen halten oder auch dafür kritisieren, dass unter anderem durch die Veröffentlichung auf WikiLeaks Menschen in Gefahr gebracht wurden und werden. Allerdings sollte man ihn nicht für „die Etablierung einer neuen digitalen Veröffentlichungskultur“ verurteilen, da Assange sich gerade hier verdient gemacht hat.

Angeblich gibt es einen Auslieferungsantrag von Seiten der Vereinigten Staaten von Amerika. Reuter ist aber der Ansicht, dass, wenn diesem Antrag die WikiLeaks-Veröffentlichungen zugrundeliegen, so müsse Assange den gleichen Schutz genießen, den auch alle anderen Journalisten verdienen. „Whistleblower, Informanten und die Weitergabe von geschützten Informationen sind eine Säule des Journalismus“, dessen Aufgabe unter anderem es ist, geheime Informationen öffentlich zu machen, was durch die Pressefreiheit geschützt ist. Das sollte bei all den Verfehlungen von Julian Assange als Person nicht vergessen werden.

Tod und Auferstehung von Editorial Praxis

August 2015 war der Monat, in dem die Tragödie ihren Höhepunkt erreichte, die für die mexikanische Kultur die Zerstörung des Verlages Editorial Praxis bedeutete – bis heute ungesühnt -, der sich mehr als drei Jahrzehnte lang im Stadtteil Doctores von Mexico City befand. Denn in diesem schicksalhaften August 2015 begann die Immobiliengesellschaft Abec mit der Zerstörung des Gebäudes, in dem der Verlag und die Wohnung ihres Eigentümers untergebracht waren, um dort ein Mehrfamilienhaus zu bauen.

Nachdem Carlos López sich rechtlich abgesichtert hatte, so dass die Baufirma ihre Tätigkeit einstellen musste und die sechs Wohnungen, die er in dem Gebäude vermietete, nicht einreißen konnte, korrumpierte die Baufirma – wie es in zahlreichen mexikanischen Publikationen verzeichnet ist – die Behörden der Delegación Cuauhtémoc und der Zentralregierung von Mexiko-Stadt, welche Abec ermächtigte, das Gebäude zusammen mit den Maschinen, den Designwerkzeugen, den Computern, den Lagern voller Papier und Bücher sowie das Haus ihres Eigentümers und Direktors abzureißen.

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Los Dolientes von Jacobo Sefamí

Quelle: eSefarad.com

Los dolientes (2004) ist der erste Roman von Jacobo Sefamí und auch der erste Roman, der die Geschichte und Kultur der Shami-Gemeinschaft (bestehend aus arabischen Juden aus Damaskus), die Anfang des 20. Jahrhunderts in Mexiko gegründet wurde, ethnographisch zusammenfasst.

Diese Gemeinschaft, die ihren Ursprung in Sefarad, der heutigen Iberischen Halbinsel und laut der sephardischen Tradition (10. bis 12. Jahrhundert) in dem „Goldenen Zeitalter“ hat, gründete eine Diaspora in verschiedenen Ländern Nordafrikas, des Osmanischen Reiches und des Nahen Ostens, um fundamentalistische religiöse Konflikte zu vermeiden, zunächst ausgelöst durch die Muslime und dann mit den Christen, den beiden dominanten Gruppen im Mittelalter auf der Iberischen Halbinsel.

Mit der Veröffentlichung von Los dolientes wird der Korpus der lateinamerikanischen jüdischen Literatur erweitert, die in den letzten Jahren in verschiedenen Anthologien gesammelt wurde und unter denen das Buch des jüdischen Amerika von Isaac Goldemberg (1998) hervorzuheben ist.

Ciudad Universitaria feiert ihr 65-jähriges Bestehen

Foto: http://www.dgcs.unam.mx

Am 22. März 1954 wurden in der Ciudad Universitaria (CU) die ersten Kurse eröffnet und im ersten Jahr 6.933 Studierende aufgenommen. Heute, nach nur 65 Jahren, studieren 116.506 einen der vielen Studiengänge auf dem Campus in Mexiko-Stadt. In den ersten vier Jahren nahmen die Gebäude eine Fläche von weniger als 300.000 m². Heute umfasst die gesamte Fläche insgesamt 713 Hektar, von denen 284 Hektar bebaut sind. Laut der Universidad Nacional Autónoma de México (UNAM) übersteigt der tägliche Zustrom in diesen Raum 300.000 Menschen, darunter Arbeiter, Lehrer, Forscher, Studenten und die breite Öffentlichkeit; darüber hinaus erreicht das in einem Jahr angebotene kulturelle Angebot mehr als 2’200.000 Besucher.

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«Stirb doch, Liebling» – Lesung mit Ariana Harwicz

Mit Ariana Harwicz und ihrem messerscharfen, grandiosen Roman Stirb doch, Liebling (Verlag C.H.BECK) erscheint endlich eine der wichtigsten argentinischen Autorinnen auf dem deutschen Buchmarkt. Zusammen mit der Autorin veranstaltet alba am 27. März um 20.00 Uhr in Kooperation mit der Literarischen Agentur Michael Gaeb eine Lesung in der Kopenhagener Str. 17, 10437 Berlin 10437!

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Fridays for Future – Schulstreiks

An Freitag, den 15.03.2019, werden in über 100 Ländern auf allen Kontinenten Menschen auf die Straße gehen und sagen: „Bis hierhin und nicht weiter!“. Gemeinsam fordern sie von den Regierungen und der internationalen Staatengemeinschaft die Zukunft nicht weiter kurzfristigen Interessen zu opfern.

Lange Zeit fielen in Deutschland die Treibhausgasemissionen, seit kurzem steigen sie wieder an. Dies ist vor allem dem Bereich Verkehr geschuldet, in dem die Emissionen seit Jahren kontinuierlich ansteigen. Das ist in den Augen der Schüler untragbar. Daher fordern sie, dass die Bundesregierung unverzüglich weitgreifende Maßnahmen unternimmt, um die Verkehrswende einzuleiten.

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Erste Indigene auf „Vogue“-Cover

Credits for this picture: Santiago & Mauricio Sierra (Photographer), David Chen (Casting Director)

Die mexikanische Ausgabe der „Vogue“ hat Geschichte geschrieben, indem sie im Januar mit Yalitza Aparicio (26) vom Volk der Mixteken erstmals eine indigene Schauspielerin auf die Titelseite gehoben hat. Aparicio wurde international bekannt durch den Film „Roma“ des mexikanischen Regisseurs Alfonso Cuarón, in welchem sie das indigene Kindermädchen Cleo spielt, das Anfang der 1970er-Jahre in Mexiko-Stadt als Angestellte einer Oberschichtfamilie arbeitet. „Roma“ wurde im vergangenen Sommer auf den Filmfestspielen in Venedig mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnet und hat drei Oscars gewonnen.

Dass bislang in Werbung und Medien hellhäutige Menschen bevorzugt werden, obwohl sie in Mexiko die Minderheit bilden, sei Ausdruck der immer noch vorherrschenden Machtverhältnisse, meint die spanische Zeitung „El País“. Studien haben ergeben: Je dunkler die Hautfarbe und je deutlicher die indigenen Züge, desto weniger Chancen hat ein Mexikaner oder eine Mexikanerin, gesellschaftlich akzeptiert zu werden. Das spiegelt sich auch in den Schönheitsidealen wider.

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Kolleg erforscht Krisen in Lateinamerika – und ihre Lösungen

Lateinamerika ist mit Krisen konfrontiert: ob bei den politischen Unruhen in Venezuela, der Abholzung des Amazonas, bei der Gewalt gegen Frauen („Feminizide“), bei der extremen Schere zwischen Arm und Reich oder der Androhung einer Mauer zwischen den USA und Mexiko. Wie lösen lateinamerikanische Gesellschaften Krisen? Zu dieser Frage fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) das Verbundprojekt CALAS ab März in der sechsjährigen Hauptphase mit insgesamt 12 Millionen Euro. Die Universität Bielefeld koordiniert das „Maria Sibylla Merian Center for Advanced Latin American Studies in the Humanities and Social Sciences“ (CALAS), mit Hauptsitz an der Universität Guadalajara, einer strategischen Partneruniversität Bielefelds.

Seit 2017 bauen deutsche und lateinamerikanische Universitäten unter der Koordination der Universität Bielefeld die Strukturen für das internationale „Center for Advanced Studies“ in Guadalajara auf. Es ist das umfangreichste Forschungsprojekt zu Lateinamerika, das mit Mitteln aus Deutschland gefördert wird.

In der jetzt begonnenen Hauptphase erforschen internationale Fellows – die Gastwissenschaftlerinnen und Gastwissenschaftler – sechs Aspekte der Krisenbewältigung in und für Lateinamerika. Das Konzept des internationalen Forschungskollegs basiert dabei auf der Idee des Bielefelder Zentrum für interdisziplinäre Forschung (ZiF).

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