Damenwahl! 100 Jahre Frauenwahlrecht

Am 19. Januar 1919 war es soweit! Frauen durften in Deutschland zum ersten Mal wählen und sich wählen lassen: Mit dem Ende des Ersten Weltkriegs und dem Zusammenbruch des Wilhelminischen Kaiserreichs setzte der Beschluss des Rates der Volksbeauftragten am 12. November 1918 die volle Beteiligung von Frauen am politischen Leben durch. Alle Frauen und Männer ab 20 Jahre konnten nun mit Abschaffung des Dreiklassenwahlrechts durch gleiche, geheime und direkte Wahl ihre Politiker/innen in die Weimarer Nationalversammlung wählen. Die Jahreswende 1918/1919 markiert einen bedeutenden Einschnitt in der deutschen Geschichte: Mit der Novemberrevolution wurde der Weg frei für die deutsche Demokratie und – damit eng verbunden – für die politische Gleichstellung von Frauen und Männern.

Das Historische Museum Frankfurt lenkt mit einer großen, ganz Deutschland in den Blick nehmenden Jubiläumsausstellung 2018/2019 die Aufmerksamkeit auf die Frauen, die zur Entstehung der Weimarer Republik und zur Einführung des Frauenwahlrechts 1918/1919 in Deutschland beitrugen. Die Schau richtet damit eine ganz besondere Perspektive auf die Jahre 1918/1919 – die Perspektive der Frauen am Beginn des 20. Jahrhunderts und ihre Forderungen, Erwartungen und Visionen.

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Honduranische Karawane rückt an die Grenze zu Mexiko vor

Mehrere Hundert der ersten Honduranern, die die Karawane der Migranten bilden, die die Vereinigten Staaten erreichen wollen, kamen gestern in der guatemaltekischen Stadt Tecún Umán an der Grenze zu Mexiko an. Die Karawane verließ San Pedro Sula am vergangenen Samstag in Honduras und will mehrere tausend Kilometer bis zur Grenze zu den Vereinigten Staaten über Guatemala und Mexiko zurücklegen. Nach Angaben verschiedener Organisationen besteht die Karawane aus bis zu 3.000 Menschen, die alle honduranischer Nationalität und in verschiedene Gruppen unterteilt sind. Obwohl sie sich den Ärger von Präsident Donald Trump zugezogen haben, der sie am Mittwoch in das Zentrum des laufenden Wahlkampfes stellte, um seine demokratischen Rivalen anzugreifen, starteten die Migranten den Marsch bei Tagesanbruch, ohne Frühstück, und erwarteten, etwa 40 Kilometer nach Zacapa, der nächsten Stadt auf der Route, zu gehen. Nach Angaben der Casa del Migrante sind bereits rund 1.000 Menschen in der guatemaltekischen Hauptstadt angekommen, da Einheimische sie mit dem Auto in die Nähe der Stadt brachten oder sie den Bus nahmen.

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Führungsriege der Sekte gehört auch in Deutschland vor Gericht

Folter und Kindesmissbrauch sind nur einige der Verbrechen, die in der deutschen Sektensiedlung „Colonia Dignidad“ in Chile begangen wurden. Seit den 1970er Jahren gehörten Hartmut Hopp und Reinhard Döring zur Führungsriege der Colonia, heute leben sie Deutschland – allerhöchste Zeit, dass sie auch von der deutschen Justiz zur Verantwortung gezogen werden.

Mit Betroffenen und der Kooperationsanwältin Petra Schlagenhauf aus Berlin hat das European Center for Constitutional and Human Rights e.V. (ECCHR) bei der Staatsanwaltschaft Münster im April 2018 Strafanzeige gegen Döring sowie bereits im August 2011 in Krefeld gegen Hopp eingereicht. Das Ermittlungsverfahren gegen Hopp in Krefeld läuft – auch nach der Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf im September 2018, dass der ehemalige Sektenarzt seine chilenische Haftstrafe in Deutschland nicht verbüßen muss.

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Dorf testet Zukunft

Eine Mehrheit der Rheinauer:innen will das bedingungslose Grundeinkommen testen, um so Erkenntnisse für die Schweiz und die ganze Welt zu gewinnen.

Man kann mit seiner Investition ein Zeichen setzen und zusammen Antworten finden, wie wir in Zukunft miteinander leben wollen.

Weitere Informationen finden sich hier. Dort ist auch ein Link zu der Webseite des Projektes „Dorf testet Zukunft“ in Rheinau (Schweiz) zu finden.

Von Hitler bis Bolsonaro…

…so ist ein Beitrag von Marcos Roitman Rosenmann betitelt, welcher sich oft gefragt hat, wie es möglich war, dass die Nazi-Partei bei den Wahlen triumphierte. Denn über soziologische Erklärungen, historische Analysen oder die internationale Situation hinaus ist es schwierig zu verstehen, warum sich die Bürger von fremdenfeindlichen, rassistischen Diskursen auf der Grundlage von Hass, Kriminalität und Missachtung der Menschenrechte mitreißen lassen. Brasilien ist heute ein Beispiel dafür, wie der Aufstieg Hitlers durch seinesgleichen Jair Bolsonaro zu verstehen ist.

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Der Friedensprozess in Kolumbien am Scheideweg

Podiumsdiskussion an der Justus-Liebig-Universität Gießen am 16. Oktober 2018

Der kolumbianische Friedensprozess steht am Scheideweg. Die Umsetzung der Vereinbarungen aus dem Friedensvertrag zwischen der Regierung und der FARC-Guerrilla von 2016 erfolgt schleppend, und beinahe tägliche Meldungen von ermordeten Aktivistinnen und Aktivisten verdeutlichen, dass weite Teile des Landes einen äußerst gewaltsamen Frieden erleben. Mit dem Amtsantritt des neue Präsidenten Iván Duque ist der Frieden in Kolumbien zudem in eine neue Phase eingetreten. Duque kommt aus dem Lager der Skeptiker des Friedensprozesses, und viele Beobachterinnen und Beobachter befürchten, dass der neue Präsident den Friedensprozess ausbremsen könnte. Die aktuellen Entwicklungen stehen im Mittelpunkt einer Podiumsdiskussion an der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU), zu der die Politikwissenschaftlerin Prof. Dr. Regina Kreide, Professur für Politische Theorie und Ideengeschichte an der JLU, und Prof. Dr. Stefan Peters, Direktor des Deutsch-Kolumbianischen Friedensinstituts (Instituto CAPAZ) und Professur für Friedensforschung am Fachbereich Rechtswissenschaft der JLU, die interessierte Öffentlichkeit am 16. Oktober 2018 (17 bis 19 Uhr) herzlich einladen.

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BNE kauft das unveröffentlichte Manuskript von Clarín

Die Nationalbibliothek Spaniens (Biblioteca Nacional de España, BNE) hat das Vorkaufsrecht bei der Versteigerung eines unveröffentlichten Manuskripts von Leopoldo Alas, „Clarín“, ausgeübt und zum Startpreis erworben, da es keine Gebote gab.

Das Auktionshaus Ansorena hat rund 122 handschriftliche Seiten verkauft, wovon die meisten von ihnen zu dem unvollendeten und unveröffentlichten Roman Juanito Reseco gehören. Aber auch Fragmente anderer Werke wie Los rieles, La millonaria und einige nicht identifizierte Seiten lassen sich in dem Los finden.

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Paco Ignacio Taibo II akzeptiert den Vorschlag von AMLO, den FCE zu leiten

Nachdem die Schriftstellerin Margo Glantz am Mittwoch, den 3. Oktober, über Twitter mitgeteilt hatte, dass sie am 3. September ihr Rücktrittsgesuch an den Fondo de Cultura Económica (FCE) geschickt hatte und die Position der Leitung des FCE in der neuen Regierung unter Andrés Manuel López Obrador (AMLO) nicht antreten werde, ist es Paco Ignacio Taibo II, der ein Video veröffentlicht, in dem er erklärt, dass er den Vorschlag von AMLO zur Leitung des FCE akzeptiert.

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Mexiko ist ein fruchtbarer Boden für das Schreiben von Krimis

Für den Autor von Un plan perfecto ist der Thriller als Schmöker gedacht, während der Krimi mehr echte Literatur sein will.

Was ist die Geschichte eines Krimi-Autors? Ein gewaltsamer Mord, der nachts in einer dunklen, schmutzigen Gasse stattfindet? Die Rivalität zwischen einem Gangster und einem Polizisten, dessen stürmische Vergangenheit ihn süchtig nach Aspirin, Zigaretten, Bourbon und Frauen macht? Ein Banküberfall? Der Diebstahl eines Buches voller Geheimnisse?

Der Kriminalroman enthält Merkmale, die ihn einzigartig und intensiv machen, Tugenden, die ihn zu einem klassischen und geheimnisvollen Genre machen, in dem der Leser die Unbekannten vertiefen und lösen kann und der ideale Komplize für denjenigen ist, der für die Beendigung eines Dilemmas verantwortlich ist.

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EU und UN gehen im Rahmen der „Spotlight-Initiative“ gemeinsam gegen den Femizid in Lateinamerika vor

Die Europäische Union und die Vereinten Nationen kündigen heute einen finanziellen Beitrag in Höhe von 50 Mio. EUR zur Bekämpfung des Femizids in Lateinamerika an

Täglich fallen in Lateinamerika 12 Frauen Femiziden zum Opfer.

Mit der Investition in Höhe von 50 Mio. EUR wird die Spotlight-Initiative der EU und der Vereinten Nationen neue und innovative Programme in Argentinien, El Salvador, Guatemala, Honduras und Mexiko finanzieren, um Frauen und Mädchen zu helfen, ein gewaltfreies Leben zu führen, und dem Femizid in Lateinamerika ein Ende zu setzen.

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