Projekt Maya-Zug

Verschiedenste Akademiker und Künstler schickten Anfang der Woche einen offenen Brief an den designierten Präsidenten in Mexiko, Andrés Manuel López Obrador (AMLO), um die Bürgerbefragungen zum Maya-Zug und zum Handels- und Eisenbahnkorridor des Isthmus von Tehuantepec einzustellen, die am 24. und 25. November stattfinden sollen. Gleichzeitig solle der für den 16. Dezember geplante Baubeginn der Zugstrecke durch den Isthmus von Tehuantepec gestoppt werden.

Quelle: https://lopezobrador.org.mx/2018/09/11/proyecto-tren-maya/

Das erste Bauprojekt umfasst die Staaten Chiapas, Quintana Roo, Yucatán, Campeche und Tabasco, das zweite Projekt betrifft die Staaten Oaxaca und Veracruz. Die erstgenannten sechs Bundesstaaten gelten als kritische Lebensräume, da sie Gebiete mit einem hohem Wert für die Biodiversität aufweisen.

Die Gründe für den offenen Brief sind vielfältig, man sei aber davon überzeugt, dass echte Entwicklung und Fortschritt nicht aus der Zerstörung der Natur oder aus der Verletzung der Achtung der Menschenrechte entstehen könnten. Es sei elementar wichtig, nicht den Grundsatz der vorausgehenden, freien und informierten Anhörung der betroffenen lokalen indigenen Gemeinschaften zu vernachlässigen, der nach dem Übereinkommen Convenio 169 sobre Pueblos Indígenas y Tribales de la Organización Internacional del Trabajo mit indigenen und Stammesvölkern verbindlich ist. Dies seien perfekt etablierte und legitime Menschenrechte, deren Nichteinhaltung zu Klagen vor dem Obersten Gerichtshof der Nation und sogar vor den Vereinten Nationen führen könne.

Eine Liste der Unterzeichner sowie eine Transkription des Briefes auf Spanisch lässt sich hier nachlesen.

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