Selfpublishing-Buchpreis 2020

Der Selfpublishing-Buchpreis des Selfpublisher-Verbandes e.V. bietet unabhängigen Autorinnen und Autoren eine Bühne, um die Vielfalt und Qualität selbstveröffentlichter Bücher einem breiten Publikum vorzustellen. Gemeinsam mit Partnern und Sponsoren werden die besten verlagsunabhängig veröffentlichten Titel in den drei Kategorien Belletristik, Sachbuch/Ratgeber und Kinder-/Jugendbuch gesucht. Die Entscheidungen trifft eine kompetente Jury; die besten Werke jeder Kategorie werden bei der Preisverleihung im November 2020 mit je 3.000 Euro prämiert. Dazu kommt noch je ein üppiges Marketingpaket. Eingereicht werden dürfen alle selbstveröffentlichten Bücher, die im Zeitraum vom 1. Juli 2019 bis 31. Juli 2020 erschienen sind und die Teilnahmebedingungen erfüllen.

Quelle: Selfpublishing Buchpreis

El hombre de Rupak Tanta

DIE ANDENWELT IN DEUTSCHLAND

El hombre de Rupak Tanta ist die fabelhafte Geschichte eines Mannes aus den peruanischen Anden, die in einem deutschen Park spielt, dem Stadtgarten von Essen in NRW. Melacio Castro Mendoza, Schriftsteller aus Peru, rekonstruiert auf knapp 180 Seiten die Welten der Andenkosmogonie in einer Bergbauregion, dem Ruhrgebiet. Pureq Kañiwa erzählt in dem Roman den Weg, den er auf einer Reise durch sieben Türen unternommen hat. Jede der Türen ist voller gefährlicher Abenteuer und Verzauberungen, die uns durch unvergessliche Träume und Alpträume führen. Eine politische Parabel über Liebe und Gerechtigkeit.

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Titel in der (Literatur-)Übersetzung

Bei Tralalit, einer Plattform für übersetzte Literatur, ist jetzt ein Kommentar von mir veröffentlich worden, der sich mit der Titelfrage bei „Sangre en el ojo“ von Lina Meruane auseinandersetzt. Unter anderem versuche ich herauszustellen, dass der deutsche Titel „Rot vor Augen“ dem Roman der chilenischen Autorin nicht gerecht wird. Denn Sprachkenntnisse allein reichen beim Übersetzen nicht aus, um die landesspezifischen Nuancen einzufangen. Diese Nachlässigkeit im Titel einer Übersetzung lässt sich auch bei anderen Werken wiederfinden.

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Die zweite Welle

Die Aufarbeitung der Corona-Krise beginnt mit einer Flut von Büchern und Filmen. Die Corona-Krise ist noch gar nicht vorbei, da hat die gesellschaftliche Verarbeitung schon begonnen. Vom Pixi-Buch bis zum Essayband, vom “Tagebuch aus Wuhan” bis zur Corona-Liebesschmonzette – Buchverlage, Film- und Fernsehmacher kennen nur noch ein Thema. Mindestens 54 Buchprojekte zu Corona sind geplant. Brauchen wir das alles?

Keshvari kommt die Ehre zuteil, den ersten Spielfilm zur Corona-Krise gedreht zu haben – noch vor dem globalen Lockdown. Doch der Low-Budget-Schnellschuss von Keshvari ist nur der Auftakt zu einer gewaltigen Flut von Büchern, Filmen, Serien, Sonderheften, die die Pandemie künstlerisch aufarbeiten und eine erste Bilanz ziehen. Sollte der Welt eine zweite Welle des Virus selbst erspart bleiben – der kulturelle zweite Dreh wird niemanden verschonen. Und rollt mit Macht heran. Allein die größten deutschen Verlage planen nach einer Umfrage des RedaktionsNetzwerks Deutschland (RND) für den Sommer und Herbst mindestens 54 Buchprojekte zum Thema Corona.

Quelle: Imre Grimm (RND)

HKW Preis für übersetzte Gegenwartsliteraturen

Das Haus der Kulturen der Welt (HKW), die Stiftung Elementarteilchen und die Jury haben sich entschieden, im Ausnahmejahr 2020 nicht ein einzelnes Buch mit dem Internationalen Literaturpreis 2020 auszuzeichnen, sondern alle sechs Titel der Shortlist gleichermaßen. Statt nur zwei Preisträger gibt es dieses Mal zwölf Gewinner: die sechs Autorinnen und Autoren und deren Übersetzer.

Das Preisgeld wurde unter den sechs Autorinnen und Autoren und den sechs Übersetzern gleich aufgeteilt. Am 4. Juni wurden die Preisträger in der Sendung Lesart auf Deutschlandfunk Kultur live bekanntgegeben und vorgestellt.

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Woody Allen: Ganz nebenbei

Über die geplante Veröffentlichung der Autobiographie von Woody Allen und das „auf unbestimmte Zeit“ verschobene Erscheinungdatum hatte ich hier bereits hingewiesen.

Inzwischen ist die in meinem Beitrag vom 08.03.2020 verlinkte Seite von rowohlt nicht mehr erreichbar, dafür ist mit Erscheinungsdatum vom 28.03.2020 das Buch jetzt auch bei rowohlt erhältlich. Laut rowohlt schrieb die Frankfurter Neue Presse dazu: „Den Schatten des üblen Verdachts kann er mit dieser Biografie vertreiben. Den Schatten des Unglücks in seinem Leben aber wohl nie.“ Allerdings ist dieser Satz dort so nicht mehr zu lesen, das Urteil fällt eher vernichtend aus: „Allens Karriere schien zuletzt weitgehend vorbei, mit dieser Autobiografie, die über weite Strecken wenig originell und selbstgerecht geschrieben ist, hat er sich nun wieder in die Schlagzeilen gebracht“.

Trotzdem sollte man froh sein, dass diese Autobiographie nicht der „Zensur“ zum Opfer gefallen ist, damit sich jeder selbst ein Bild machen kann.

Melanie Aufenvenne: Feuer gefällig?

Eine Kulturgeschichte des Rauchens

Ein Buch, um mit dem Rauchen aufzuhören – oder damit anzufangen…

Der schöne blaue Dunst hat sich in Luft aufgelöst. Die Zeiten sind vorbei, wo Zigarette und Co. die Welt verführt und erobert haben. Vorbei auch die Zeiten, wo Raucher ihre Sucht genussvoll zelebrieren konnten. Wer sich heute eine anstecken möchte, muss erklären, warum man immer noch die Luft mit diesem „Teufelskraut“ verpesten muss. Wer will schon einen Aschenbecher küssen? Und rauchende Charaktere in Film und Fernsehen sieht man längst schon nicht mehr. Was heute zählt, sind strahlend weiße Zähne anstatt nikotinblasse Gesichtshaut. Die Geschichte des Rauchens wird von Nichtrauchern erzählt. Das steht fest. Zeit also, dem Phänomen „Rauchen“ auf die Spur zu kommen. Ob mit oder ohne Filter, parfümiert oder unverfälschtem Tabakgenuss: Rauchen hat Tradition seit über 500 Jahren. Und es hat unser Alltagsleben mehr als nur beiläufig geprägt. Verführungskraft, Coolness oder Eleganz – Rauchen war und ist mehr als nur blauer Dunst.

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Imperiofilia y el populismo nacional-católico

Imperiofilia y el populismo nacional-católico (Lengua de Trapo Editorial).

Ein Essay, um Imperiofobia, den meistverkauften spanischen Essay der letzten Zeit, auseinanderzunehmen.

Im Jahr 2016 veröffentlichte María Elvira Roca Barea Imperiofobia y la leyenda negra, einen Essay, der darauf abzielte, die Grundlagen eines Antihispanismus zu zerstören, der die Geschichte Spaniens seit Jahrhunderten sowohl innerhalb als auch außerhalb der Grenzen verzerrt hatte. Mit mehr als 100.000 verkauften Exemplaren ist ihr Buch, das von Persönlichkeiten wie Arcadi Espada, Mario Vargas Llosa, Josep Borrell oder Isabel Coixet verteidigt wurde,  zu einem gesellschaftlichen und verlegerischen Phänomen geworden.

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Imperiofobia y leyenda negra

Imperiofobia y leyenda negra: Roma, Rusia, Estados Unidos y el Imperio español (Ediciones Siruela).

Der erfolgreichste Essay der letzten Zeit, Gewinner des I PREMIO LOS LIBREROS RECOMIENDAN (2018) in der Kategorie „Sachbuch“.

In diesem Band geht María Elvira Roca Barea rigoros der Frage nach der Abgrenzung der Vorstellungen von Imperium, leyenda negra („Schwarze Legende“) und Imperiumsphobie nach. Auf diese Weise lässt sich nachvollziehen, was Imperien und die schwarzen Legenden, die untrennbar mit ihnen verbunden sind, gemeinsam haben, wie sie von Intellektuellen geschaffen werden, die mit lokalen Mächten verbunden sind, und wie Imperien selbst sie übernehmen. Stolz, hybris, Neid, sind der imperialen Dynamik nicht fremd. Die Autorin befasst sich mit der Imperiumsphobie im Fall von Rom, den Vereinigten Staaten und Russland, um das spanische Imperium eingehender und aus einer besseren Perspektive zu analysieren. Der Leser wird entdecken, wie die aktuelle Geschichtsschreibung Spaniens und Europas auf Ideen beruht, die mehr auf propagandistisch geprägten Gefühlen als auf realen Ereignissen beruhen.

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Kurzerzählungen III: Das Café – Die Möwe – Sendung

Das dritte Buch aus der Reihe Kurzerzählungen beinhaltet weniger das von García Ponce bevorzugte und für ihn experimentelle Thema der Erotik als Auflehnung gegen das Normale. Vielmehr geht es um die allgegenwärtige Sehnsucht nach Nähe, eine erste jugendliche Liebe sowie die Erinnerung an Verbotenes. García Ponce schreibt seine Kurzerzählungen in der Regel volkstümlich, ohne dabei zu sehr in die Folklore abzugleiten. Obwohl in der spanischen Rezeption vielfach die Erotik als das herausragende Merkmal seiner Kurzerzählungen gilt, lenkt diese Sichtweise sehr von dem eigentlichen historischen Wert dieses Autors für die mexikanische Literatur ab, der folgende Generationen auf unterschiedliche Weise nachhaltig geprägt hat.

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