Erinnerung an Gabo

Als am 17. April 2014 Gabriel García Márquez (Gabo) in Mexiko verstarb, kamen viele Freunde und andere Persönlichkeiten in diversen Medien mit einem Nachruf zu Wort. Auf eine der vielleicht schönsten Erinnerungen kann aber Michi Strausfeld zurückblicken, die Gabo bereits 1970 in Barcelona das erste Mal traf. Nach nur drei Jahren der Erstveröffentlichung seines Romans im Jahre 1967 Hundert Jahre Einsamkeit (span. Cien años de soledad) konnte sie auf Grund einer verrückten Idee für ihre Doktorarbeit mit Gabo Kontakt aufnehmen und diesen über Jahre hinweg pflegen. Dabei wurde deutlich, wie sehr ihm die Politik am Herzen lag und wie er der Information aus der Presse und dem Journalismus allgemein Bedeutung zumaß. Trotz seines Interesses für Politik, ließ er sich nicht darauf ein, öffentlich in Deutschland aufzutreten, da er einmal eine schlechte Erfahrung damit gemacht hatte. Strausfeld beschreibt diese immer wiederkehrenden Begegnungen mit Gabo in einer sehr angenehm zu lesenden Form, ohne aber auf einige Seitenhiebe hinsichtlich der Politik der USA und andere zu der Zeit herausragenden Ereignisse zu verzichten. Ein sehr lesenswerter Nachruf.

Quelle: Hundertvierzehn