
Memorias en altavoz: relato coral de una historia viva (dt. etwa: Lautstarke Erinnerungen. Berichte über eine lebendige Geschichte) ist das Ergebnis des 2005 ins Leben gerufenen Projekts „Söhne und Töchter der Erinnerung“ unter der Leitung von Adriana Goñi Godoy und Natalia Montealegre Iturra, Anthropologinnen und Herausgeberinnen dieses Buches. Es sind 57 Stimmen, und in einem polyphonen Rahmen, wie es im Buch selbst heißt, vervielfachen sich diese 57 Stimmen ins Unendliche. Besonders die Stimmen der Kinder, die durch die Erzählungen der Erwachsenen von heute zu Wort kommen, sind sehr beachtenswert. Alle sind sie Opfer dessen, was der Psychoanalytiker Bruno Bettelheim als extreme Traumatisierung bezeichnete und was wir heute als komplexes Entwicklungstrauma kennen. Hier gibt es keine größeren oder kleineren Höllen, es sind alles einzigartige Höllen, die nicht quantifiziert, sondern nur qualifiziert werden können.






