Bildungskanons sind fast immer von Männern dominiert. Wir haben einen weiblichen Gegenvorschlag entwickelt: von Jane Goodall bis Pussy Riot.
Je verwirrender die Welt scheint, desto stärker sehnen Menschen sich nach einer Ordnung. Nach Einordnung. Nach anderen Menschen, die ihnen Ideen, Anregung und Halt geben. Die ihnen Leuchtturm sein können.
Verständlich also die Bemühung vieler vornehmlich männlicher Menschen, per Ansagen, Listen und Systemen ein Geländer in die Welt zu bauen. Am besten in einem Kanon, denn das klingt in den Boden zementiert, allgemeingültig für Generationen und macht den Kanon zum Schrift gewordenen Flehen um Unsterblichkeit.

Vergesslichkeit der Götter der menschlichen Dinge, der Ertrunkenen, die durch seine Intervention nicht gerettet wurden, betont. Wir lesen den Bericht über das abgründigste Vergessen dieser menschlichen Dinge, über die Gewalt der Vernichtung, die des Schmerzes, der Arbeit und des Todes der mittelamerikanischen Migranten, die diese verwüsteten Länder auf der Suche nach einem verheißenen Land durchqueren. Bemerkenswert hierbei ist, dass der Text des Romans durch Zitate aus verschiedenen Zeugnissen mittelamerikanischer Migranten oder durch Passagen aus Dante Alighieris