Der mexikanische Autor Jacobo Sefamí stellt seinen neuesten Roman Por tierras extrañas vor, den Masterstudierende der Ruhr-Universität Bochum und der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf übersetzt haben.
Neben seiner Tätigkeit als Schriftsteller forscht und lehrt Professor Sefamí als Lateinamerikanist an der University of California, Irvine. Sein literarisches Schaffen ist stark von seiner Biografie geprägt. Als jüdischer Mexikaner mit syrisch-türkischen Wurzeln, der neben der mexikanischen auch die US-amerikanische Staatsbürgerschaft besitzt, kreisen seine Werke um Fragen von Identität und Migration. Im Anschluss an seinen erfolgreichen Roman Los dolientes legt er mit Por tierras extrañas eine Chronik seiner Reisen nach Syrien und in die Türkei vor.
Ausgewählte Textausschnitte werden in spanischer und deutscher Sprache gelesen. Im Anschluss an die Veranstaltung im Blue Square beantworten der Autor sowie die Studierenden Fragen zum Werk und zum Übersetzungsprozess.
Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Literarischen Gesellschaft Bochum statt.
Aus der 

Die berühmteste Grenze der Welt seit der Berliner Mauer. 1950 Meilen vom Pazifik bis zum Golf von Mexiko. Donald Trump will hier eine Mauer bauen. Dabei sind in dieser Grenzregion die Menschen schon immer und überall in beiden Richtungen unterwegs gewesen. Ehe es Übergänge wie die von Tijuana oder Lukeville gab, wo keine Maus mehr ohne gültigen Pass von Süden nach Norden kommt, oder in Ciudad Juárez, wo es lebensgefährlich ist, war die Grenze ein Strich im Sand. Er zog sich durch spektakuläre Landschaften, die einst zu Mexiko gehörten, wo Indianer lebten und wo heute jene gefährlichen Routen verlaufen, über die Menschen ohne Pass in die USA zu kommen versuchen. Jeanette Erazo Heufelders Bericht aus »