
Im Winter sieht man die Menschen nur sehr wenig auf den Straßen. Diejenigen, die sich abends zu den Aufführungen des Aalto-Theaters und der Philharmonie auf den Weg machen, und diejenigen, die im Sheraton Hotel übernachten, sind immer ganz in Eile. Die Mäntel, die Handschuhe, die Hüte und die Schals, die sie tragen, geben ihnen ein gespenstisches Aussehen. Ihre Blicke wirken verloren. Als Zeichen der Liebe gehen viele Paare Hand in Hand. Dennoch sehen sie blass aus, ihre Nasen rot, und sie wirken gestresst und irgendwie bitter. Diejenigen, denen es an Gesellschaft mangelt, scheinen am Rande eines Zusammenbruchs zu stehen. Inmitten einer solchen Atmosphäre hören die Kirchen, dunkle Überbleibsel einer bedrückenden, hinterbliebenen Vergangenheit, nie auf, nach ihren Schafen zu rufen. Das kirchliche Glaubensbekenntnis, immer bereit, zu diktieren und zu sanktionieren, wird aufrecht erhalten. Ihre Schafe, ernst bis ins Mark, ähneln in ihrer Verrückung den Kadavern der kommenden Morgendämmerung. Sie sind davon überzeugt, dass Gott, etwas absolut Abstraktes, die Welt erschaffen hat und an sich Liebe ist. Da sie der Liebe und einer gewissen Mystik bedürfen, ringen sie danach, sich mit Tugenden zu schmücken, die sie zumindest ihrer Gottheit ähneln lassen. Sehr üblich in Deutschland.
Jorge Luis Borges (* 1899 Buenos Aires, † 1986 Genf) und Adolfo Bioy Casares (* 1914 Buenos Aires, † 1999 Buenos Aires) haben 1959 gemeinsam eine Anthologie mit dem Titel
Enrique Serna gewinnt den Schriftstellerpreis Premio Xavier Villaurrutia 2019 und wird damit für seinen Roman „
Juan Grijalbo, ein spanischer Exilant, begann seine Verlagstätigkeit 1939 in Mexiko. Nachdem er die mexikanische Staatsbürger erlangt hatte, begann er seine Tätigkeit im Verlagswesen und Vertrieb in ganz Lateinamerika, bis er 1962 Editorial Grijalbo in Barcelona gründete. Bereits 1980 war das Verlagshaus führend in Mexiko und hatte Niederlassungen in Argentinien, Chile und Kolumbien. Im Jahr 1989 wurde der Verlag Teil der italienischen Gruppe Mondadori, mit der er die Verlagsgruppe Grijalbo Mondadori bildete, zu der alle Grijalbo-Unternehmen in Spanien und Lateinamerika gehörten.
