Der Roman La última marinera von Melacio Castro Mendoza, auf den ich bereits im letzten Jahr hingewiesen hatte, ist jetzt in einer Neuauflage bei Editorial Adarve erschienen.

In der Ankündigung schreibt der Verlag:
„Ein Roman, der die Geschichte Perus im 20. Jahrhundert mit der Geschichte zweier Waisenkinder verknüpft, die von wirtschaftlich ungleichen Familien adoptiert werden. Inmitten der Gewalt, die das Land erschüttert, führen zwei unterschiedliche Wege ihn und sie vor der Kulisse des peruanischen Tanzes La marinera in die deutsche Stadt Hamburg. Die politische Gewalt in Peru wird ihr Schicksal bis zu einem ungewissen Ende beeinflussen. Dies ist ein starkes soziales und antirassistisches Plädoyer.“
Das Buch ist gleichzeitig in Spanien und in Peru erschienen.


Mit dem Siegfried Lenz Preis sollen internationale Schriftstellerinnen und Schriftsteller ausgezeichnet werden, die mit ihrem erzählerischen Werk Anerkennung erlangt haben und deren schöpferisches Wirken dem Geist von Siegfried Lenz nah ist. Der Preis wird alle zwei Jahre verliehen und ist mit 50.000 Euro dotiert. Preisträgerin 2022 ist die amerikanische Schriftstellerin Elizabeth Strout. Damit ehrt die Siegfried Lenz Stiftung eine herausragende Erzählerin, die es versteht, mit wenigen Strichen das Panorama von Kleinstädten mit all ihren provinziellen Beschränkungen zu entfalten. Auf denkbar knappe Weise bündelt Strout menschliche Verhaltensweisen. Sie zeigt die Niedertracht und die Hilflosigkeit ihrer Akteure und deren Sprachlosigkeit und Traurigkeit darüber, was im Leben verpasst wurde. Gleichzeitig mischen die Romane Humor und Tragik und lassen allen Schicksalsschlägen zum Trotz jene Glücksmomente aufblitzen, die das Leben zu meistern helfen.
In seinem Roman Cosecha de tiburones befasst sich Luis Fernando Cueto mit der neuen lateinamerikanischen Kriminalität, die in Verbindung mit der Politik zu Korruption, organisiertem Verbrechen, Auftragsmorden und Drogenhandel führt. Doch seine Kenntnisse der polizeilichen Ermittlungen und der Unterwelt machen