
Das Buch Zona ciega von Lina Meruane beleuchtet den Ausbruch der Gewalt im Oktober 2019 in Chile aus literarischer und analytischer Sicht und spielt auf die Menschen an, die bei den Protesten ihr Augenlicht oder einen Teil davon verloren haben. „Eines Morgens Mitte Oktober öffneten sich meine trockenen Augen vor einem kleinen Bildschirm voller riesiger Schlagzeilen und Nachrichten mit Ausrufen aus verschiedenen Städten der Welt, in denen gefragt wurde, was in Chile passierte… Das Land war explodiert, das Zentrum von Santiago war zum Ground Zero geworden“, schreibt sie.
„Die Augen öffnen. Sie öffnen und schauen, wie wir noch nie zuvor geschaut haben.“
Es handelt sich bei diesem Buch um eine Meditation, die politische Chronik, Literaturkritik und biografische Erzählung miteinander verbindet, um eine erstaunliche Anzahl von Geschichten rund um das Auge zu verweben.
Der 18. Oktober 2019 hat eine Flut von Büchern hervorgebracht, von denen einige Texte es geschafft haben, einen Teil dieser Zeit zu definieren, als das Land Chile praktisch in Flammen stand. Von Chronisten bis zu Historikern, Philosophen und Romanautoren bieten sie unterschiedliche und manchmal auch gegensätzliche Ansichten.





